Alles Fisch oder doch Saisonende?

Saisonende … für den Krabbenkutter Steinbock in Bremerhaven. Aber nicht für die Möwen oder für uns. Backfisch mit Kartoffelsalat bei Jäger‘s Fisch, bummeln in der Dämmerung rund um den Loschenturm, eine „Oma“ mit Enkel an der Geestemündung fotografieren und dabei an meinen Enkel denken. Was gibt es hier alles zu entdecken und bestaunen für die Kurzen. 
Zum ersten Mal einkaufen im 24 Stunden geöffneten E-Center – Prädikat: gruselig, nie wieder (zumindest freiwillig).
Hafenrunde durch den Containerhafen. In der „letzten Kneipe vor New York“ wird schon vorgeglüht, zumindest die Beleuchtung. 
Und dann stehen mit Blick auf den Brinkama Leuchtturm. Das nahe gelegene Windrad wirft Geräusch- und Lichtschatten, dreht leise flappend und eher gemächlich vor sich hin. „Früher“ war mehr Werft zu hören. Da standen hier noch keine Windräder. Aber man gewöhne sich dran meinen die Bewohner des kleinen, rot-weiss gestreiften Leuchtturmes. Der ist nah dran, am Windrad, an der Werft, am Hafen.

Sonnenaufgang über den leer gefegten Marinastegen und dem Fischereihafen. Der Marinahund begrüsst mich lautstark und anfangs sehr skeptisch: ‚kenn ich die??? kann mich irgendwie nicht erinnern, aber da war was … verhält sich jedenfalls nicht gefährlich, darf passieren. O.k. Foto von mir darf sie auch machen‘ …. Wir verholen: Frühstück mit Blick auf Weser und Geestemündung. Nach einer ruhigen Nacht im Hafen stehen wir auf dem von 20-6 Uhr gesperrten Parkplatz vorm Lock Bremerhaven. Schiffe gucken ist grad sehr beliebt, mit uns stehen noch 5 weitere Wohnmobile, diverse Autos, Motorräder und Gassigänger sind auch einige unterwegs.

Ein dicker Pott kommt die Weser hoch. Vorneweg ein Schlepper, hintendran ein zweiter. Spannend, wie die „Tasmanic Winter“ in Richtung Schleusentore dirigiert wird. In die Schleuse muss sie weitgehend selbständig einlaufen, das ziehende Tug-Boat löst die Schleppleine – kein Platz mehr in der Schleuse für Frachtschiff plus 2 Schlepper.

Einfach stehen und gucken. Auch wenn grad kein Schiff passiert. Wasser gucken, Möwen – ganz tief drin gleicht das aus, ist wohltuend. Dämpft etwas die innere Unruhe, die Reiselust.

Mit herbstlichem Sonnenschein tuckern wir über die Landstrasse Richtung Bremervörde und weiter nach Hause. Winken anderen Wohnmobilisten zu und bekommen zurück gewunken. Meistens jedenfalls. Nach Hause …. da müssen wir uns erst wieder dran gewöhnen, ein Zuhause an Land zu haben, mit festem Dach und Wänden aus Stein, immobil. Im Kühlschrank Fisch aus Bremerhaven.

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